IT und Co.

Welche Software für die Prozesse?


Als erstes sollte man wissen, dass Linux in sogenannten Distributionen erscheint. Eine Distribution ist nicht nur das System mit Treibern sowie ein paar kleine Tools (wie bei Windows), sondern umfasst die gesamte Software, die für diese Distribution existiert. Im Fall von Debian sind das z.B. 22.000 verschiedene Pakete mit über 10.000 Programmen für verschiedenste Breiche und Anwendungen. Wie groß oder aktuell dieser Softwarepool ist, liegt an den
"
Machern
"
der jeweiligen Distribution.

Einen Überblick über die verschiedenen Distrubutionen und die Vielfalt der Spezialanwendungen kann
Distrowach.org
vermitteln.

Der Zugriff auf diese Vielfalt ist recht einfach, man wählt das Programm aus und es wird heruntergeladen und installiert. Ein Neustart bei komplexen Programmen wie bei Windows ist meist nicht nötig.

Außerden existiert die Möglichkeit (sofern der Linux- Administrator im Unternehmen über das Knowhow verfügt) sich aus dem Quellcode das benötigte Programm generieren zu lassen, wenn es in der Distribution nicht vorkommt.

Ich persönlich empfehle ein aktuelles
Debian
oder ein
Ubuntu
(in der
L
ong
T
erm
S
upport Version)
        
Ubuntu
ist mitlerweile die am besten dokumentierteste Distrubution,
Debian
besticht mit Stabilität (Spitzname: Solid Rock OS)

Wenn ermittelt wurde, welche Prozesse auf Linux abgebildet werden sollen, folgt als nächster Schrittt die Suche in diesem großen Pool nach den passendem Werkzeugen. An diesem Punkt hilft nur Recherche und Ausprobieren: Wichtig ist auch hier, die Mitarbeiter und ihre Erfahrungen im Rahmen der Suche mit einzubeziehen (z.B. Projektteilnehmer), da sie später damit arbeiten und zurecht kommen müssen. (Umgang und Akzeptanz).

Was gibt es dabei zu beachten? Beispielsweise such man zuerst nach Open Source-Software. Erst wenn keine zu finden ist, schaut man sich nach kommerzieller Software um, die es durchaus auch für Linux gibt.. Aber: Freie Software bindet an keinen Hersteller -> kein
"
Vendor Lock
"
)

Für die  Wahl des User Interface (Bedien-Oberfläche) kommen m. E. erachtens zum jetzigen Zeitpunkt (2013) nur 3 verschieden Systeme in Frage:
KDE
,
Gnome
oder
Unity
, wobei ich dem KDE in Verson 4.x  den Vorzug gebe. Es existieren jedoch noch viele weitere Oberflächen, die an unterschiedlichsten Designzielen ausgerichtet sind - je nach individuellem Bedarf / Spezialfall ggf. von Interesse.  

Während es kein Problem darstellen sollte, gute, kostenlose Software für Büroprozesse zu finden, ist das im kreativen Bereich schon schwieriger. Aber auh für Grafikanwendungen existieren einige gute, freie Programme. Man sollte sich durchaus überlegen, ob man die zusätzlichen Features kommerzielle Software tatsächlich überhaupt benötigt. Im Bereich des professionellen Webdesign wird man bei freier Software derzeit noch kaum fündig: Ein Gegenstück zu Dreamweaver mit WYSIWYG und mit derselben Mächtigkeit existiert als Open Source nicht, so dass man dann doch wieder bei Adobe landet (welches allerdings auch unter Linux läuft !). Wenn ich aber nur Code gebunden arbeite, sieht die Sache deutlich besser aus: Man merkt, dass Linux früher ein Betriebssystem für Programierer und Entwickler war. Es gib für die Verarbeitung von reinem Code - egal ob Webdesign, Serverprogrammierung, und allen möglichen Programmiersprachen - viele professionelle Werkzeuge, mitunter auch weiter entwickelt als bei WIndows.

Es besteht die Möglichkeit, manche Windows-Programme unter Ubuntu durch ein Hilfsprogramm ausführen zu lassen (
Wine- Projekt
).
Allerdings ist der Wartungsaufwand dann wieder deutlich höher. Und man alle die erforderlichen Programmfunktionen sollten vorab mindestens einmal einem Funktionstest unterzogen werden. Eine Kompatibilität ist unterschiedlich nach Programm und Programmversion zwischen 50 -90 % gegeben.









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